Rundfunkchor Berlin

Flexibilität, makellose Intonation, tadellose Artikulation und sein unverwechselbarer warmer, reich schattierter Klang machen den Rundfunkchor Berlin zum gesuchten Partner internationa¬ler Spitzenorchester und Dirigenten.
1925 zunächst für Rundfunkaufnahmen in Berlin gegründet, war er unter Dirigenten wie Szell, Scherchen, Klemperer und Kleiber an historischen Uraufführungen beteiligt. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte er unter Helmut Koch als erster Händels Oratorien ungekürzt und unbearbeitet auf. Dietrich Knothe (1982-1993) formte ihn zu einem Präzisionsinstrument für anspruchsvollste Literatur von der Renaissance bis zur experimentellen Avantgarde, Robin Gritton (1994-2001) bereicherte seine Farbpalette und internationalisierte sein Repertoire.
Seit 2001 leitet Simon Halsey den Rundfunkchor Berlin. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen Präzision und subtile Farbmischungen. Gemeinsam mit Sprachcoaches und Spezialisten der jeweiligen Aufführungspraxis feilt er an der sprachlich und stilistisch perfekten Wiedergabe von Werken aller Länder und Epochen. Besonderes Gewicht liegt auf der lebendigen, unmittelbar mitreißenden Kraft seiner Interpretationen.
Mit Rodion Shchedrins Der versiegelte Engel (2005) und Christian Josts Angst (2006) begann die mehrere Künste integrierende Reihe „Broadening the Scope of Choral Music", 2007 folgte die achtstündige Nachtwache The Veil of the Temple von Sir John Tavener, 2008 die Matthäuspassion von Ernst Pepping, 2009 die Johannes-Passion von MacMillan. In Zusammenarbeit mit Künstlern unterschiedlicher Sparten bricht der Chor die klassische Konzert-Formation auf und erschließt neue Erlebnisweisen von Chormusik für ein neues Publikum.
Im Bildungsbereich wird der Austausch zwischen Profi- und AmateursängerInnen gefördert. Simon Halsey investiert seit 2003 in Mitsingkonzerte mit Tausenden von Teilnehmern in der Philharmonie Berlin. Es folgten spezielle Konzertformate für Führungskräfte - der LeaderChor Berlin - und für Jugendliche - die Liederbörse.
Zudem wirkt der Rundfunkchor Berlin an den weltweit beachteten Tanzprojekten der Berliner Philharmoniker mit, denen er in enger Arbeitspartnerschaft verbunden ist. Gemeinsam gewannen die beiden Ensembles den Grammy Award in der Kategorie „Best Choral Performance" für Brahms' Deutsches Requiem (2008) und Strawinskys Psalmensinfonie (2009).
Für die Einspielung von Peppings Passionsbericht des Matthäus unter Stefan Parkman erhielt der Rundfunkchor kürzlich den renommierten Diapason d'Or.
Genauso gern ist der Chor ständiger Partner des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin und des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, mit denen er in der roc berlin vereint ist.
Der Rundfunkchor Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (Gesellschafter: Deutschlandradio, Bundesrepublik Deutschland, Land Berlin, Rundfunk Berlin-Brandenburg).


