Piotr Anderszewski
Piotr Anderszewski, polnisch-ungarischer Abstammung, wurde 1969 geboren und studierte in Warschau, Frankreich und Kalifornien. Zum ersten Mal sorgte er beim Klavierwettbewerb 1990 in Leeds für Schlagzeilen, als er - trotz guter Chancen auf den Ersten Preis - sein Spiel plötzlich abbrach, weil ihm seine eigene Leistung nicht perfekt genug erschien. Ein Jahr später, nach seinem triumphalen Debüt in der Londoner Wigmore Hall, war sein internationaler Ruf jedoch bereits gefestigt. Seitdem hat er sich weltweit eine begeisterte Fangemeinde geschaffen und gilt als „einer der individuellsten und faszinierendsten Pianisten unserer Zeit" (The Sunday Times).
Piotr Anderszewskis wurde bereits mehrfach ausgezeichnet so 1999, als er den „Szymanowski Prize" gewann. Ein vorläufiger Höhepunkt in seiner kometenhaften Karriere war 2001 die Verleihung des „Royal Philharmonic Society Award" als Instrumentalist of the Year. Von der Deutschen Phono-Akademie wurde er 2002 mit einem „ECHO Klassik" in der Kategorie Nachwuchskünstler ausgezeichnet. Im selben erhielt er außerdem den „Gilmore Artist Award".
Mit den vertrackt schwierigen „Diabelli-Variationen" von Beethoven begann Piotr Anderszewski seinen Exklusiv-Vertrag mit Virgin Classics. Für seine Einspielung dieses Werks hat er in aller Welt begeisterte Kritiken und Preise erhalten: einen „Choc du Monde de la Musique" sowie einen „Diapason d'Or". Außerdem wurde die CD für einen „Gramophone Award 2001" nominiert. Seine Identifikation mit diesem besonders schwer zugänglichen Meisterwerk ist so persönlich, dass der Filmemacher Bruno Monsaingeon Anderszewskis mitreißender Interpretation einen Dokumentarfilm gewidmet hat, der im Juni 2004 auch auf DVD erschienen ist.
Seine große Repertoire-Vielfalt wird seinem Ruf seitdem immer wieder erneut gerecht: ob mit Einspielungen von Bach (Partiten Nr.1, 3 & 6), Chopin (Polonaisen, Mazurken und Balladen: u.a. mit einem „Choc du Monde de la Musique 2003" ausgezeichnet sowie für einen „Grammy 2003" nominiert) oder Szymanowski (Klaviersonate Nr.3, Masques und Métopes: für einen „Midem Classical Award 2006" nominiert, mit einem „Grammy 2006" und einen „Gramophone Award 2006"ausgezeichnet).
Auch in Personalunion als Pianist und Dirigent tritt Piotr Anderszewski in Erscheinung. So mit den Mozart-Klavierkonzerten Nr. 21 & 24 in c-moll KV 491 & C-dur KV 467 (in Zusammenarbeit mit der Sinfonia Varsovia, VÖ: 2002) sowie den Klavierkonzerten Nr.17 und Nr.20 in G-dur und d-moll (in Zusammenarbeit mit dem Scottish Chamber Orchestra, VÖ: 2006). Nun hat er sich wieder Beethoven mit dem ersten Klavierkonzert und den Bagatellen op. 126 zugewandt (VÖ. 4. April 2008).


