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Konzerteinspielung des Jahres (20./21. Jh.)/ Violine

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Higdon & Tchaikovsky: Violin Concertos
Deutsche Grammophon /Universal

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Preisträger 2011

  • Simone KermesSängerin des Jahres
  • Thomas HampsonSänger des Jahres
  • Teodoro AnzellottiInstrumentalist des Jahres (Akkordeon)
  • Lisa BatiashviliInstrumentalistin des Jahres (Violine)
  • Frank BungartenInstrumentalist des Jahres (Gitarre)
  • Truls MørkInstrumentalist des Jahres (Cello)
  • Murray PerahiaInstrumentalist des Jahres (Klavier)
  • Andris NelsonsDirigent des Jahres
  • Hagen QuartettEnsemble des Jahres (neue Instrumente)
  • Hespèrion XXIEnsemble des Jahres (historische Instrumente)
  • Huelgas EnsembleEnsemble des Jahres (Vocal-Musik)
  • Zubin MehtaWürdigung des Lebenswerkes
  • Vittorio GrigoloNachwuchskünstler (Gesang)
  • Ray ChenNachwuchskünstler (Violine)
  • Vilde FrangNachwuchskünstlerin (Violine)
  • Maximilian HornungNachwuchskünstler (Cello)
  • Sebastian ManzNachwuchskünstler (Klarinette)
  • Ramón Ortega QueroNachwuchskünstler (Oboe)
  • Anna VinnitskayaNachwuchskünstlerin (Klavier)
  • Yuja WangNachwuchskünstlerin (Klavier)
  • Robin Ticciati (BR‐Chor/ Bamberger SO/ Alice Coote)Nachwuchskünstler (Dirigat)
  • David Orlowsky/ Singer PurKlassik-ohne-Grenzen-Preis
  • SparkKlassik-ohne-Grenzen-Preis
  • Rolando VillazónKlassik-ohne-Grenzen-Preis
  • Charles Mackerras/ Scottish Chamber OrchestraSinfonische Einspielung des Jahres (inkl. 18. Jh.)
  • David Zinman/Tonhalle Orchester Zürich/WDR RundfunkchorSinfonische Einspielung des Jahres (19. Jh.)
  • Pierre Boulez/ Wiener PhilharmonikerSinfonische Einspielung des Jahres (20./21. Jh.)
  • Sergio Azzolini/ L'aura Soave CremonaKonzerteinspielung des Jahres (inkl. 18. Jh.)/ Fagott
  • Stefan Bleicher/ Douglas Boyd/ Musikkollegium WinterthurKonzerteinspielung des Jahres (19. Jh.)/ Orgel
  • Sol GabettaKonzerteinspielung des Jahres (19. Jh.)/ Cello
  • Susanna Yoko HenkelKonzerteinspielung des Jahres (19. Jh.)/ Violine
  • Hilary HahnKonzerteinspielung des Jahres (20./21. Jh.)/ Violine
  • Fabio Biondi/ Europa GalanteOperneinspielung des Jahres (17./18. Jh.)
  • Stefan Blunier/ Beethoven Orchester Bonn/ Chor des Theaters BonnOperneinspielung des Jahres (20./21. Jh.)
  • Bejun MehtaOperneinspielung des Jahres (Opernarien & Duette)
  • René PapeOperneinspielung des Jahres (Opernarien & Duette)
  • Christina Pluhar/ L'ArpeggiataChorwerk-Einspielung des Jahres (16./17. Jh.)
  • Christoph Spering/ Das Neue Orchester/ Chorus Musicus KölnChorwerk-Einspielung des Jahres (18./19. Jh.)
  • Marcus Creed/ SWR Vokalensemble StuttgartChorwerk-Einspielung des Jahres (20./21. Jh.)
  • Hille Perl/ Dorothee Mields/ Lee SantanaKammermusik-Einspielung des Jahres (17./18. Jh.)
  • Artemis QuartettKammermusik-Einspielung des Jahres (19. Jh.)
  • Viktoria Mullova/ Kristian BezuidenhoutKammermusik-Einspielung des Jahres (19. Jh.)
  • musikFabrikKammermusik-Einspielung des Jahres (20./21. Jh.)/ Gem. Kammerensemble
  • Quatuor EbèneKammermusik-Einspielung des Jahres (20./21. Jh.)/ Streicher
  • Quintette AquilonKammermusik-Einspielung des Jahres (20./21. Jh.)/ Bläser
  • Alexandre TharaudSolistische Einspielung des Jahres (17./18. Jh.)/ Klavier
  • Piotr AnderszewskiSolistische Einspielung des Jahres (19. Jh.)/ Klavier
  • Henrico StewenSolistische Einspielung des Jahres (20./21. Jh.)/ Orgel
  • Diana DamrauLiedeinspielung des Jahres
  • Ben van OostenEditorische Leistung des Jahres
  • Manfred Honeck/ Swedish Radio Symphony OrchestraWelt-Ersteinspielung des Jahres
  • Thomas Honickel/ Christian Firmbach/ Beethoven Orchester BonnKlassik für Kinder-Preis
  • Jugend musiziertSonderpreis der Jury für Nachwuchsförderung im Bereich der Klassik
  • Musikalische Akademie des Bayerischen Staatsorchesters e.V. für ATTACCASonderpreis der Jury für Nachwuchsförderung im Bereich der Klassik
  • Christian Zacharias/ Orchestre de Chambre de LausanneSurround-Einspielung des Jahres
  • Cecilia BartoliMusik-DVD-Produktion des Jahres (Oper)
  • Peter RosenMusik-DVD-Produktion des Jahres (Dokumentation)
  • Eric Schulz/ Frank GerdesMusik-DVD-Produktion des Jahres (Dokumentation)
  • Lang LangBestseller des Jahres
  • José Antonio AbreuSonderpreis für soziales Engagement

Konzerteinspielung des Jahres (20./21. Jh.)/ Violine

Peter Miller

Hilary Hahn

Hilary Hahn ruht sich nicht auf der früh erworbenen Reputation aus, sondern erforscht ständig Neuland – wie das Violinkonzert von Jennifer Higdon, dem sie das romantische Pendant von Tschaikowski gegenüberstellt und mit dem Sie die Auszeichnung Konzerteinspielung des Jahres (20./21. Jh.) / Violine erhalten hat.

Denn es gibt immer etwas zu entdecken, besonders für jemanden, der wie Hilary Hahn seinen internationalen Einstand mit Bachs Solo-Partiten gewagt hatte und sich seitdem mit faszinierender Kontinuität weiter entwickelt. Manches liegt dabei auch in der Vergangenheit begründet. Denn das „Violin Concerto“ von Jennifer Higdon ist genau genommen erst dadurch entstanden, dass die Komponistin und die Solistin sich an die gemeinsamen Zeiten am Curtis Institute of Music in Philadelphia erinnerten, als die eine gerade dabei war, der anderen den Weg in die musikalische Zukunft zu weisen. „Als ich 16 Jahre alt war“, meint Hilary Hahn, „war die Komponistin Jennifer Hidgon meine ideenreiche, inspirierende Lehrerin für Musikgeschichte des 20.Jahrhunderts am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Ein paar Jahre nach meinem Abschluss nahm ich an der Premiere von Dark Wood teil, Jennifers Fagottquartett. Es lief so gut, dass wir anfingen, über eine Zusammenarbeit für eine neue Violinsonate oder ein neues Violinkonzert zu reden.

Im Herbst 2008 war das Opus dann fertig gestellt und Hilary Hahn machte sich an die Arbeit. „Es war auf den ersten Blick klar, dass seine verschachtelten Rhythmen, ungewöhnlichen Passagen und aufwendigen Ensemblesätze eine Herausforderung sowohl für jedes Orchester als auch für mich sein würden, und das gefiel mir“. Die erste komplette Aufführung fand am Curtis Institute mit dem Curtis Orchester statt, im Mai 2009 nahm Hilary Hahn daraufhin das Violinkonzert zusammen mit Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Vasily Petrenko auf und stellte ihm gleich den Klassiker von Peter Tchaikovsky gegenüber, als Kontrast, Ergänzung und ebenfalls in Erinnerung an die Jahre in Philadelphia.

Denn bereits als 13-jährige hatte die Studentin den Klassiker der Konzertsaalliteratur im Repertoire, um ihn dann allerdings lange Zeit im Schrank zu lassen. „Als ich letztendlich zu Tschaikowski zurückkehrte, war ich erstaunt, wie anders ich das Stück jetzt auffasste. In meinen Teenagerjahren war es ein eindrucksvoller Koloss von einem Konzert, aber nun schien es facettenreicher und voller feiner Nuancen, eher wie eine Figur der Literatur: impulsiv, dennoch bedacht, feurig, jedoch verletzlich, romantisch, trotzdem fast klassisch in seinen Gesten.“ Das mag daran liegen, dass die Künstlerin diesmal die Originalversion der Partitur, wie sie der Komponist ursprünglich geplant hatte, und nicht die populäre Bearbeitung Leopold Auers als Vorlage gewählt hatte. Es hängt aber auch damit zusammen, dass Hilary Hahn mehr als ein Jahrzehnt später über ein immens vielschichtiges Ausdrucksinventar und eine Erfahrung verfügt, die jedes große Werk unter ihrer Ägide zu einem Meisterstück werden lässt. Nicht zuletzt liegt es auch an der Kombination mit dem Opus von Jenniger Higdon. „Spielt man sie nacheinander“, kommentiert Hilary Hahn den Glanz der beiden Konzerte, „dann zeigen sie die ganze Palette der musikalischen Möglichkeiten auf, die der Violine zu Beginn des 21.Jahrhunderts offen stehen“.

Link

www.hilaryhahn.com
www.klassikakzente.de

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