ECHO KLASSIK 2017
ECHO KLASSIK 2017: GLANZVOLLE PREMIERE IN DER ELBPHILHARMONIE
ALLE PREISTRÄGER IM ÜBERBLICK

ECHO KLASSIK 2016: Alfred Brendel erhält Preis für sein Lebenswerk

Der ECHO KLASSIK in der Kategorie „Lebenswerk“ geht in diesem Jahr an Alfred Brendel. Die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), ehrt den Österreicher als einen der bedeutendsten Pianisten seiner Generation. Alfred Brendels Interpretationen des klassisch-romantischen Repertoires gelten seit den 1950er Jahren als stilprägend und haben zahlreiche jüngere Künstler nachhaltig beeinflusst. Brendel war der erste Pianist, der Ludwig van Beethovens gesamtes Klavierwerk aufnahm. Viele weitere, über dieses Projekt hinausgehende Beethoven-Aufnahmen sind Teil der anlässlich seines 85. Geburtstags veröffentlichten, 114 Disks umfassenden Box „Complete Philips Recordings“. Alfred Brendel wird den ECHO KLASSIK am Sonntag, dem 9. Oktober, im Rahmen der Gala im Konzerthaus Berlin persönlich entgegennehmen. Das ZDF überträgt die von Thomas Gottschalk moderierte Verleihung des ECHO KLASSIK am 9. Oktober ab 22:00 Uhr. Eine Übersicht über alle Preisträger gibt es auf www.echoklassik.de.

„Alfred Brendel ist bereits zu Lebzeiten eine Legende“, so der Vorstandsvorsitzende des BVMI, Prof. Dieter Gorny. „Nicht ohne Grund gilt er als einer der besten Pianisten der letzten Jahrzehnte. Denn er ist nicht ‚nur‘ Musiker, sondern auch ein Künstler, dessen intensive Beschäftigung mit Malerei, Literatur und Philosophie ihn zu einer umfassend gebildeten Persönlichkeit macht. Dieser universale Hintergrund verschafft seinen unzähligen Interpretationen großer Werke von Mozart oder Beethoven, Schubert oder Liszt eine intellektuelle Tiefe und gleichzeitig eine ungeheure Wärme und Empathie, die in profunder Weise berühren. Darüber hinaus machte er sich einen Namen als Dozent sowie als Autor kluger Essays und humorvoller Lyrik. Alfred Brendel ist zweifellos einer der ganz Großen in der Musikwelt des 20. und 21. Jahrhunderts.“

Alfred Brendel wurde 1931 im tschechischen Wiesenberg geboren und studierte nach dem Zweiten Weltkrieg in Graz Orchesterleitung und Komposition. Mit 17 gab er sein Konzertdebüt. In den 1950er Jahren feierte er erste internationale Erfolge und konzertierte bald in aller Welt. Ab 1960 entstand eine Gesamtaufnahme von Beethovens Klavierwerk – die erste Sammlung dieser Art in der Schallplattengeschichte.

Von 1969/70 an gab Alfred Brendel Meisterkurse in Wien. 1970 ließ er sich in London nieder und beschäftigte sich auch in den folgenden Jahren mit unterschiedlichen Zyklen. So nahm er im Laufe der 70er gemeinsam mit Neville Marriner und der Academy of St. Martin in the Fields Mozarts Klavierkonzerte komplett auf. Anfang der 80er Jahre ging er mit allen 32 Beethoven-Sonaten auf Tournee. Zu seinem umfangreichen Repertoire gehören auch Lieder von Schubert und Schumann, die er mit Matthias Goerne bzw. Dietrich Fischer-Dieskau aufnahm.

Neben seinem rein musikalischen Schaffen zeigt Brendel mit seinen Büchern, dass er auch als Autor und Sprachkünstler sein Publikum begeistert. Seine unbändige Hingabe an die Musik und sein legendärer Humor kommen in Titeln wie „Über Musik: Sämtliche Reden und Essays“, „A bis Z eines Pianisten: Ein Lesebuch für Klavierliebende“ oder „Wunderglaube und Mißtonleiter“ mit großer Eloquenz zum Ausdruck. Seine feinsinnige Sprachkunst zeigt sich nicht zuletzt auch in Gedichtbänden wie „Spiegelbild und schwarzer Spuk“ oder „Fingerzeig“.

ECHO KLASSIK – Treffpunkt nationaler und internationaler Klassik-Stars

Der ECHO KLASSIK ist einer der wichtigsten und bekanntesten Musikpreise der Welt und wird in diesem Jahr zum 23. Mal verliehen. Alljährlich trifft sich das Who‘s who der klassischen Musik zu dieser glanzvollen Gala.

Die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), ehrt mit dem ECHO KLASSIK seit 1994 jährlich herausragende und erfolgreiche Leistungen nationaler und internationaler Künstler. Die Preisträger werden von einer Jury ermittelt, die sich aus anerkannten Branchenexperten zusammensetzt. Neben der Würdigung besonderer Produktionen ist ein wesentliches Ziel des ECHO KLASSIK, junge Talente mit der renommierten Auszeichnung zu fördern und die Faszination und Vielfalt klassischer Musik einem breiten Publikum nahe zu bringen.

Die Preisträger des ECHO KLASSIK 2016 im Überblick (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Alfred Brendel
  • Andrè Schuen
  • Andrea Bocelli
  • Andreas Staier |
    Freiburger Barockorchester 
  • Anna Netrebko
  • Anna Vinnitskaya |
    Kremerata Baltica
  • Antonio Pappano
  • Artemis Quartett
  • Asya Fateyeva
  • Audiomax
  • Aurelia Shimkus
  • Bassoon Consort Frankfurt
  • Belcea Quartet
  • Berliner Philharmoniker
  • Berolina Ensemble
  • Bertrand Chamayou
  • Campino |
    Bundesjugendorchester |
    Alexander Shelley
  • Capella de la Torre
  • Chor der Sixtinischen Kapelle |
    Massimo Palombella
  • Christiane Karg
  • Christophe Coin |
    orchester le phénix
  • Das Education-Programm des
    Klavier-Festivals Ruhr
  • Edgar Moreau
  • Flemish Radio Choir |
    Brussels Philharmonic |
    Hervé Niquet
  • François Leleux |
    Münchener Kammerorchester
  • German Brass
  • Grigory Sokolov
  • Hagen Quartett
  • Holger Falk
  • Idéale Audience |
    Opéra national de Paris/Mezzo |
    Diana Damrau
  • Il Pomo d'Oro |
    Riccardo Minasi |
    Max Emanuel Cencic | Franco Fagioli
  • Il Pomo d'Oro |
    Riccardo Minasi |
    Maxim Emelyanychev
  • Janine Jansen |
    London Symphony Orchestra |
    Antonio Pappano
  • John Wilson Orchestra
  • Jonas Kaufmann
  • Jordi Savall |
    Le Concert des Nations
  • Khatia Buniatishvili
  • LGM Télévision |
    Alexandre Tharaud
  • Martin Fröst
  • MDG |
    Christoph Schoener
  • Musicaphon |
    Ingo Schmidt-Lucas
  • Nelson Freire
  • Nikolaus Harnoncourt |
    Concentus Musicus Wien
  • Olga Peretyatko
  • Orchestre Symphonique de Montréal |
    Kent Nagano
  • Philippe Jaroussky
  • Pinchas Zukerman
  • Ralf Pleger
  • Rolf Lislevand
  • Salut Salon
  • Sébastien Daucé |
    Ensemble Correspondances
  • Sergey & Lusine Khachatryan
  • Sol Gabetta
  • Stefan Temmingh
  • Teodor Currentzis |
    MusicAeterna
  • Vilde Frang |
    hr-Sinfonieorchester |
    James Gaffigan
  • Yury Revich