ECHO Klassik-Sonderpreise 2010 gehen an das Projekt "Red Bull Flying Bach" und die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Breakdance meets Klassik. Das musikalisch-interkulturelle Experiment „Red Bull Flying Bach" der Berliner Breakdance-Formation Flying Steps unter der künstlerischen Leitung des deutschen Opernregisseurs und Dirigenten Christoph Hagel begeisterte in diesem Jahr mit seiner innovativen Verbindung von Sub- und Hochkultur nicht nur das Publikum in der Neuen Nationalgalerie in Berlin, sondern auch die ECHO Klassik-Jury der Deutschen Phono-Akademie. „Diese zeitgenössische Interpretation von barocken Klängen verbindet urbanen Tanz mit klassischen Künsten - zwei Komponenten, die bisher als nicht vereinbar galten. Die Flying Steps zeigen, dass Breakdance und Klassik keine Gegensätze sein müssen", so Daniel Knöll, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbandes Musikindustrie. Die Inszenierung „Flying Bach" kombiniert zwölf Kompositionen aus Bachs Sammlung „Das Wohltemperierte Klavier" mit unterschiedlichen Tanztechniken der Hip-Hop-Szene.
Ebenfalls einen ECHO Klassik Sonderpreis erhält die gemeinnützige ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius für die elfteilige Konzert- und CD-Reihe „Musica Sacra Hamburgensis". Renommierte Ensembles lassen unbekannte kirchenmusikalische Meisterwerke Hamburger Komponisten 300 Jahre nach ihrer Entstehung erstmals wieder erklingen und präsentieren das vielfältige musikalische Erbe der Zeit von 1600 bis 1800. Seit 1971 engagiert sich die Stiftung von Gerd Bucerius, Mitbegründer der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT, aktiv in der Zivilgesellschaft. Mit ihrem außerordentlichen Engagement für den Erhalt dieser Werke hat sich die ZEIT-Stiftung der ECHO Klassik-Jury zufolge um diese Auszeichnung verdient gemacht.
In den vergangenen Jahren nahmen unter anderem Daniel Barenboim, Christian Thielmann und Johannes Rau die Auszeichnung für ihren herausragenden Einsatz im Bereich der klassischen Musik entgegen.


