Elīna Garanča

Wie wunderbar, dass die Welt der Musik uns immer wieder neue, sehr begabte Künstler schenkt. Besonders herausragend ist dabei die lettische Mezzosopranistin Elīna Ga-ranča, die bereits viel Ansehen in den Opernhäusern und Konzertsälen genießt. Sie ist ein bedeutendes Talent, hat eine wunderschöne Stimme und ist eine ausdrucksvolle Künstlerin mit großer darstellerischer Begabung . . . Garanča verfügt über eine sehr gute stimmliche Technik und wählt sorgfältig das geeignete Repertoire, um ihre Gaben zu entwickeln. Damit ist ihr eine große Zukunft sicher.
Mariss Jansons
Elīna Garanča wurde 1976 in Riga als Kind einer musikalischen Familie geboren. 1996 ging sie an die Lettische Musikakademie in ihrer Heimatstadt. Noch während ihres Studiums hatte sie 1998 ein entscheidendes Erlebnis: Nach nur zehn Tagen Vorbe¬reitungszeit sang sie die Rolle der Giovanna Seymour in Anna Bolena und entdeckte eine tiefe Affinität zum Belcanto-Repertoire. Nach dem Examen wurde sie in Deutschland ans Staatstheater Meiningen engagiert, wo sie u. a. Octavian in Der Rosen¬kavalier sang. 1999 trat sie außerdem beim Savonlinna-Opernfestival als Maddalena in Verdis Rigoletto auf und gewann den Mirjam-Helin-Gesangswettbewerb in Finn-land.
2000
Gewinnt den Großen Musikpreis Lettlands. Geht an die Oper in Frankfurt und singt dort in ihrer ersten Spielzeit u. a. die Zweite Dame in der Zauberflöte, Hänsel in Hänsel und Gretel und Rosina in Il barbiere di Siviglia
2001
Finalistin in BBC's Cardiff Singer of the World Competition. Erste Solo¬auf¬nahme: ein Programm mit Opernarien
2003
An der Wiener Staatsoper: Lola in Cavalleria rusticana, Orlofsky in der Fleder¬maus, Meg Page in einer Neuinszenierung von Falstaff und Rosina in Il barbiere di Sivi¬glia. Debüt bei den Salzburger Festspielen als Annio in La clemenza di Tito. Singt Dorabella in Così fan tutte in Frankfurt. Auftritte als Rosina und als Solistin im Stabat Mater beim Rossini-Festival der Oper Helsinki. Nicklausse und die Muse in Les Contes d'Hoffmann in Tokio. Gastauftritt für Deutsche Grammophon, als sie mit Anna Netreb-ko in einer Szene und Kavatine aus Lucia di Lammermoor in Netrebkos Debütalbum Opera Arias zu hören ist
2004
Dorabella, Meg Page und Rosina an der Wiener Staatsoper. Dorabella bei den Salzbur-ger Festspielen. Bellinis Adalgisa (mit Edita Gruberova als Norma) in Baden-Baden. Rossinis Cenerentola in Paris am Théâtre des Champs-Élysées. Singt Alban Bergs Sie-ben frühe Lieder unter Leitung von Philippe Jordan im Wiener Konzerthaus
2005
An der Wiener Staatsoper: Debüt als Charlotte in Werther sowie Rosina und Meg Page. Dorabella in Aix-en-Provence und bei ihrem Debüt an der Pariser Opéra im Palais Gar-nier. Konzerte in Luzern und Graz
2006
Triumphiert im Februar als Octavian an der Wiener Staatsoper und im März als Sesto in La cle¬menza di Tito am Theater an der Wien. Weitere Auftritte als Octavian, Rosina, Cherubino, Dorabella, Sesto und Charlotte in Wien; Sesto und Dorabella in Paris. Mo-zart-Arien bei zwei Konzerten der Salzburger Festspiele mit Sir Roger Norrington und Riccardo Muti; Beethovens Missa solemnis mit dem Orchestre national de France unter Leitung von Kurt Masur. Recitals bei der Schubertiade in Schwarzenberg. Mitwirkung bei Das Mozart-Album mit neuen Aufnahmen von Mozart-Arien, vorgetragen von den Gesangsstars der Deut¬schen Grammophon und zur Eröffnung der Salzburger Festspiele veröffentlicht. Preisträgerin des Europäischen Kulturpreises 2006. Ihre erste Soloauf-nahme für Deutsche Grammophon (mit der Staats¬kapelle Dresden unter Leitung von Fabio Luisi) wird Höhepunkte aus einigen ihrer schönsten Opernrollen präsentieren und Anfang 2007 erscheinen
2007
Zu Elīna Garančas Verpflichtungen in der ersten Jahreshälfte gehören Konzerte mit dem Concertgebouw Orchestra unter Leitung von Mariss Jansons in Ams¬ter¬dam, Lon-don, Paris und Wien, eine Deutschland-Tournee mit den Münchner Symphonikern unter Leitung von Heiko Mathias Förster, Recitals im Wiener Musikverein sowie Auftritte als Rosina, Cherubino, Dorabella und Octavian an der Wiener Staatsoper und Sesto an der Berliner Staatsoper unter den Linden


