Calmus Ensemble Leipzig

Früher galten Vokalgruppen
in der Konzertszene als eher ungewöhnlich, um nicht zu sagen exotisch. Deutsche Veranstalter standen ihnen eher vorsichtig und abwartend gegenüber. Für das Publikum aber, vor allem das jüngere, waren weder die hohen Männerstimmen noch der Genre-Mix ein Hindernis, sich auf diese Klänge und Programme begeistert einzulassen, und heute hat Deutschland eine beinahe unglaublich lebendige, kreative und bunte Vokalszene.
Eine Gruppe aus der Bachstadt Leipzig
diesem Hort musikalischer Talente und Ideen, hat sich in den letzten Jahren ganz schnell weit nach vorne gearbeitet. Die jungen Sänger hatten kaum ihr Abitur in der Tasche, als sie das Vokalensemble Calmus gründeten, mit dem sie 1999 zum ersten Mal an die Öffentlichkeit traten. Nach einiger Zeit als reine Boy Group trat ein Sopran an die Spitze, später wurde die Sechser-Besetzung auf fünf reduziert.
Als ehemalige Thomaner
sind sie geprägt von der beinahe 800-jährigen Tradition dieses berühmten Leipziger Chores, aber neben Bach und deutscher Renaissance- und Barockmusik enthält ihr Repertoire auch romantische und zeitgenössische Musik, sowie natürlich "U"-Musik, also Pop, Folk und Jazz sowie Chansons und Evergreens der zwanziger Jahre. Eine ganze Reihe eigener Arrangements und Auftragswerke sind schon auf dem Weg zum Klassiker.
Wenn Calmus nicht in Sachen a cappella unterwegs ist, lassen sich die Sänger auch gerne für spartenübergreifende Projekte vom Barock bis zum experimentellen Jazz begeistern.
"Da geht ein neuer Stern am a-cappella-Himmel auf!"
jubelte das Fachmagazin FONO FORUM schon 2003. Die Jurys diverser internationaler Wettbewerbe sahen dies offenbar genauso, denn Calmus kann auf eine ganze Reihe erster Preise stolz sein. Die Musizierfreude, die lupenreine Intonation, die klangliche Homogenität und nicht zuletzt die breite Palette unterschiedlichster Farben machen die Konzerte von Calmus im In- und Ausland unvergesslich.


